Anwendungen, an die Gutenberg wohl nicht gedacht hat.
Dazu ein Eintrag in Lichtenbergs Sudelbüchern:
“Schreibt man denn Bücher bloß zum Lesen? oder nicht auch zum Unterlegen im Haushalt?
Gegen eins, das durchgelesen wird, werden Tausende [nur] durchgeblättert, andere Tausend liegen stille, andere wieder werden auf Mauslöcher gepresst, nach Ratzen geworfen, auf anderen wird gestanden*, gesessen, getrommelt, Pfefferkuchen gebacken, mit [wieder] anderen werden Pfeifen angesteckt, hinter dem Fenster damit gestanden.“
Man sollte mal darauf achten, was bei uns alles mit Büchern angestellt wird, in einer Zeit also, in der die Mauselöcher wohl eher selten zu den Problemen gehören, die wir zu bewältigen haben.
*) Z.B. wenn ein etwas klein geratener Politiker ein Photo für sein Wahlkampfplakat benötigt.
Bei den heutigen Zinsen eignen sich Bücher auch zum Glätten von Geldscheinen. So empfiehlt sich Karl Marx mit seinem „Kapital“ hervorragend für die größeren Scheine. Karl May „der Schatz im Silbersee“ für die kleineren Noten.