Musik als Foltermedium

150314

 

Hieronymus Bosch – Ausschnitt aus dem rechten Flügel
des Gartens der Lüste

Kürzlich hörte ich vom Schicksal einer mir bekannten älteren Dame: bettlägerich und in vielfacher Weise hilfsbedürftig ist sie in einem Heim untergebracht, und zwar in einem Zweibettzimmer zusammen mit einer im Koma liegenden Frau, deren Mann dafür sorgt, dass sie ständig mit “heiterer Musik“ (HR3?) beschallt wird, um sie auf diese Weise womöglich wieder zu Bewusstsein kommen zu lassen. Eine Umlegung in ein anderes Zimmer ist angeblich aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Gesundheitsminister Rühe und Co. schert so etwas wenig; sie preisen uns die Wohltaten der Hospizbewegung und haben kein Verständnis für den Wunsch mancher Menschen, ein qualvolles  Leben in aller Ruhe beenden zu können.

 

 

 

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