Lesefrucht

Im Anschluss an die Lesung im HR2 noch ein wenig in Boccaccios Decamerone gestöbert. Als Literatur sind diese Texte heute wohl kaum noch genießbar, dagegen allerdings sehr interessant, um den Bewusstseinsstand zu begreifen, den die florentinische gebildete Gesellschaft in der Mitte des 14. Jhdts. erreicht hatte.

Die Naivitäten im Decamerone sind für den modernen Leser teilweise schmerzhaft beschämend, etwa wie wenn ich meine frühen Aufzeichnungen als Pennäler wieder lese: so(!) blöd also bin ich damals gewesen.

Schlimm auch der Gedanke, dass nicht nur ganze Nationen, sondern auch Teile unserer eigenen Gesellschaft auf einem vergleichbar unentwickelten Niveau verharren und die Bemühungen um die Bewohnbarmachung unserer Welt machtvoll verhindern.

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