Pareidolie

In einem Gedicht* von Ringelnatz heißt es:

. . . im Faltenwurfe einer Decke
Klagt ein Gesicht,
Wenn du es siehst. . .

Offenbar gehörte R. auch zu den Menschen, die spontan auf die vielen anthropomorphen “Gebilde“ reagieren, denen man in unserer Umwelt begegnen kann. Natürlich kommt es dabei auf dieses “Wenn du es siehst“ an.  z.B.

290314

(Bleistift, Ausschnitt aus einer Merkbuchseite)

*) Aus: Die schönsten Gedichte von Joachim Ringelnatz – bei Diogenes.
Gedichttitel: Komm, sag mir, was du für Sorgen hast

 

 

2 Gedanken zu “Pareidolie

  1. Danke für die spannenden Ringelnatz-Worte und das fein gezeichnete, etwas verkniffene Kissengesicht mit Stoffhaube, das ich erst auf den zweiten Blick erfasste.

    Liebe Grüsse, Brigitte F.

    • Ja, Brigitte F, dass diese Wahrnehmungen meistens nicht so “offensichtlich“ sind, gehört zu ihrem Wesen. Vielleicht bieten sie
      sogar eine Erklärung für manches, was früher als Geistererscheinung erzählt wurde. Gruß, D.M.

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